Pirate Fact #19: Musik
Was Piraten über Kultur wussten – und warum das für dein Business entscheidend ist.
Piraten waren nicht nur Rebellen auf See – sie waren auch Meister darin, eine Crew bei Laune, im Takt und im Miteinander zu halten. Ein oft übersehener Aspekt ihrer Welt: Musik.
Ja, Piraten-Crews hatten Musiker an Bord – und zwar nicht nur zum Feiern.
Hier kommen 5 überraschende Lektionen über Musik auf Piratenschiffen – und was wir daraus für die heutige Geschäftswelt lernen können:
1. Musik war Teil der Crewstruktur – nicht bloss Unterhaltung
Viele Schiffe hatten Geiger, Trommler oder Flötisten an Bord – bewusst ausgewählt.
Nicht, weil man nach der Plünderung gemütlich schunkeln wollte, sondern weil Musik funktional war:
Sie strukturierte den Alltag. War Teil des Systems. So wie ein guter Facilitator heute.
Übertrag ins Heute:
Welche Elemente in deiner Organisation sind dafür da, nicht zu „performen“, sondern das Miteinander zu rhythmisieren?
Gibt es Raum für Klang, Pause, Resonanz – oder zählt nur Output?
2. Musik hielt den Rhythmus – und machte Teamarbeit möglich
Beim gemeinsamen Rudern – besonders bei grossen Galeeren – war ein gemeinsamer Takt überlebenswichtig.
Ein Trommler schlug den Rhythmus, damit alle gleichzeitig zogen. So entstand ein Flow – im wahrsten Sinn.
Ohne ihn: Chaos. Kraftverlust. Unnötige Konflikte.
Übertrag ins Heute:
Wie ist der Rhythmus in deinem Team? Gibt es Taktgeberinnen?
Oder rudert jeder nach eigenem Gefühl – und wundert sich über die Reibung?
3. Musik war emotionale Regulation – bei Angst, Wut, Erschöpfung
In stürmischer See, vor einem Entern, nach Verletzungen – Musik half, Emotionen zu kanalisieren.
Sie war Ventil, Brücke, Stimmungsregler. Ein kollektives Atmen durch Töne.
Sie bot Struktur, wo sonst Kontrollverlust lauerte.
Übertrag ins Heute:
Wie geht dein Team mit emotionaler Spannung um? Gibt es Rituale, Sprache oder non-verbale Mittel, um durch schwierige Phasen zu gehen?
Oder wird einfach „weitergerudert“, koste es was es wolle?
4. Musik war kultureller Ausdruck – und Identitätsstiftung
Piraten sangen ihre eigenen Lieder. Jede Crew hatte ihren „Sound“.
Diese Lieder wurden Teil der Identität – ein akustisches Tattoo.
Sie erzählten Geschichten, feierten Erfolge, betrauerten Verluste.
Übertrag ins Heute:
Was ist der „Sound“ deiner Organisation? Was prägt euren Ton – eher Taktgefühl oder Dissonanz?
Woran erkennen Menschen: Ah, das ist typisch wir?
5. Musik war Lebensfreude – mitten im Sturm
Bei all der Brutalität, Gier und Gewalt: Musik war ein menschlicher Anker.
Sie machte aus einer Zweckgemeinschaft ein lebendiges Miteinander.
Sie erinnerte daran: Wir sind mehr als Werkzeuge. Wir sind fühlende Wesen.
Übertrag ins Heute:
Wo feiert ihr euch? Wo gibt es Lebensfreude – jenseits von Erfolg?
Was nährt eure Lebendigkeit, euer Feuer, eure Neugier?
Fazit:
Piraten waren mehr als Schwert und Rum. Sie waren oft besser organisiert, kultivierter und menschlicher als so manches moderne Management.
Sie wussten: Ohne gemeinsamen Takt ist jedes Team nur eine Gruppe von Einzelkämpfer*innen.
Frage an dich:
Was ist der Sound deiner Crew? Und wer gibt bei euch den Takt an – bewusst oder unbewusst?
Wenn du das mit deinem Team erforschen willst –
komm an Bord eines LEGO® Serious Play® Workshops oder tauche ein ins Well Performing Retreat.
Da stimmen wir nicht nur Strukturen – sondern auch das, was darunter klingt.